Jede Woche neue Impulse zu besseren Entscheidungen, moderner Wissensarbeit und dem bewussten Umgang mit KI. Für Menschen, die lernen möchten, wirksam zu sein, ohne getrieben zu sein. Kostenlos. Seit über fünf Jahren. Jede Woche.
Achte darauf, was Du an Bord lässtEs ist erstaunlich, wie viel Energie wir darauf verwenden, Dinge verändern zu wollen, die sich unserer Kontrolle weitgehend entziehen: schlechte Nachrichten, schwierige Menschen, pessimistische Kollegen, nörgelnde Nachbarn, die Politik oder das Wetter. Tag für Tag kämpfen wir gegen Einflüsse, auf die wir nur begrenzt Einfluss haben. Vielleicht setzen wir unsere Energie an der falschen Stelle ein. Die Schauspielerin und Produzentin Mary Pickford brachte diesen Gedanken bereits 1934 auf den Punkt: „Das ganze Wasser der Welt kann ein Schiff nicht zum Sinken bringen, solange es nicht ins Schiff eindringt. All die Negativität der Welt kann einen Menschen nicht zum Sinken bringen, solange sie nicht in seinen Kopf eindringt.“ Ein Schiff geht nicht unter, weil es vom Wasser umgeben ist. Es geht erst unter, wenn Wasser ins Innere gelangt. Mit unserem Denken verhält es sich ähnlich. Viele Menschen glauben, sie müssten sich gegen jede negative Bemerkung, jede schlechte Nachricht oder jede fremde Meinung wehren. Dabei wäre die wichtigere Frage: Warum bekommt all das überhaupt so viel Raum in meinem Kopf? Negativität außerhalb unseres Kopfes ist zunächst einmal nur ein äußerer Reiz: ein kritischer Kommentar, eine schlechte Nachricht, eine düstere Prognose oder jemand, der grundsätzlich eher Probleme als Lösungen sieht. Erst wenn wir all dem Aufmerksamkeit schenken, verändert sich etwas. Aus einem äußeren Einfluss wird ein innerer Begleiter. Und dann beginnt er, unser Denken und Handeln zu prägen. Das erklärt auch, warum zwei Menschen dieselbe Situation unterschiedlich erleben können. Beide lesen dieselbe Schlagzeile. Beide hören dieselbe Kritik. Beide erleben denselben Rückschlag. Der eine nimmt es zur Kenntnis und macht weiter. Der andere trägt es noch Tage oder Wochen mit sich herum. Die äußeren Umstände sind identisch. Unterschiedlich ist nur, was davon im Kopf bleibt. Mary Pickfords Bild vom Schiff erinnert daran, dass wir das Meer nicht trockenlegen müssen. Es reicht, den Rumpf dicht zu halten. Die Welt wird auch morgen laut, hektisch und voller negativer Stimmen sein. Entscheidend ist deshalb nicht, was draußen passiert. Entscheidend ist, was Du an Bord lässt. |
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