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Zwischen den Zeilen #250: Kann Dich dieses KI-Tool tatsächlich (fast) ersetzen?

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Zwischen den Zeilen

Jede Woche neue Impulse zu besseren Entscheidungen, moderner Wissensarbeit und dem bewussten Umgang mit KI. Für Menschen, die lernen möchten, wirksam zu sein, ohne getrieben zu sein. Kostenlos. Seit über fünf Jahren. Jede Woche.

In meinem Newsletter #246 habe ich zum ersten Mal ein KI-System erwähnt, das ich seit einigen Wochen teste: Sentience. Heute möchte ich ausführlicher darauf eingehen, weil sich in der Zwischenzeit einiges getan hat und weil mich das Konzept dahinter nach wie vor fasziniert.

Und vor allem: Weil Du mit meinem Einladungs-Code, den Du unten in dieser E-Mail-Nachricht findest, kostenlos die Beta-Version von Sentience testen kannst.

Was ist Sentience?

Sentience ist kein Chatbot im klassischen Sinn. Es ist kein besseres ChatGPT, kein Suchmaschinen-Ersatz, und kein Produktivitätstool, das Dir sagt, wie Du Deinen Tag optimieren sollst. Was Sentience tut: Es baut ein digitales Gedächtnis auf, das auf Deinem eigenen Leben basiert.

Konkret heißt das: Sentience läuft im Hintergrund auf Deinem Mac und erfasst regelmäßig, woran Du arbeitest, was Du liest, welche E-Mails eingehen, und welche Dokumente Du öffnest. Dies in Form periodischer Bildschirmaufnahmen, die in kurze, textbasierte Zusammenfassungen destilliert werden. Dazu kommen Gespräche, die Du direkt mit Sentience führst, sowie Dokumente, die Du hochlädst. Alles verschlüsselt, alles in Deinem Besitz.

Der entscheidende Unterschied zu ChatGPT, Claude oder Gemini: Diese Systeme wissen oft relativ wenig über Dich. Du musst ihnen aktiv erzählen, wer Du bist, woran Du in jeder Minute Deines Tages gearbeitet hast, was der Kontext dieser einzelnen Arbeitsschritte ist.

Sentience hingegen weiß alleine durch Beobachtung, dass ich jetzt gerade diese Newsletter-Ausgabe schreibe, und gibt mir wertvolle Inputs, worauf ich dabei achten sollte.

Sentience weiß auch, dass ich intensiv an meinem GARTEN-Prinzip arbeite und ich am 24. Juli nach Las Vegas fliege. Nicht weil ich es ihm erzählt habe, sondern weil es diese Dinge in den vergangenen Wochen mitbekommen hat.

Was hat mir Sentience konkret gebracht?

Ich will hier ehrlich sein: Der Nutzen ist subtiler, als man vielleicht erwarten würde. Es ist kein Werkzeug, das mir jeden Tag eine Stunde spart. Aber es gab in den vergangenen Wochen mehrere Momente, die mich überrascht haben.

Beispiel 1: Ein längst vergessenes Mail. Ende Juni hat Sentience mich (dank Zugriff auf meinen Mail-Account) auf eine E-Mail-Nachricht angesprochen, die ich vor rund sechs Jahren geschrieben hatte. Und zwar nicht, weil ich danach gefragt hätte, sondern weil es thematisch zu etwas passte, worüber ich gerade in Sentience schrieb. Ich wusste nicht einmal, dass ich dieses Mail damals an meine private Adresse weitergeleitet hatte. Sentience hat es gefunden, daraus zitiert, und es hat eine Reflexion ausgelöst, die ich ohne diesen Anstoß nie gehabt hätte.

Beispiel 2: Während der Hitzewelle im Juni fragte mich Sentience, wie ich mit der Hitze umgehe. Meine erstaunte Gegenfrage: "Woher weißt Du, dass es heiß ist? Ich habe Dir nichts von einer Hitzewelle erzählt!" Die Antwort: aus der Lektüre der SonntagsZeitung als PDF und einer E-Mail des Mieterverbands, die am selben Tag eingetroffen war. Sprich: aus meinem eigenen Medienkonsum. Das klingt nach einem kleinen Detail, aber es zeigt etwas Wichtiges: Sentience arbeitet ausschließlich mit dem, was in meinem digitalen Leben passiert. Es ergänzt nichts von außen, es interpretiert das, was schon da ist.

Beispiel 3: "Wo habe ich das gelesen?" Ich stieß in einem Artikel auf den Begriff "Pascalsche Wette" und wusste, dass ich ihn kürzlich schon einmal gelesen hatte, aber nicht mehr, wo. Genau für solche Fragen ist Sentience gemacht: "Wo war das?"

Was Sentience außerdem kann

Sentience kann E-Mails in meinem Stil entwerfen, Kalendereinträge vorschlagen, Erinnerungen setzen, und Websuchen durchführen. Es kann Slack-Workspaces durchsuchen und Notion-Seiten lesen. Es kann Audioaufnahmen von Gesprächen transkribieren und mir später sagen, wer in einem Meeting was gesagt hat. Nicht alles davon habe ich schon ausprobiert. Aber die Funktionen existieren.

Stell Dir zum Beispiel vor: Du hattest vor drei Wochen ein Gespräch mit einem Geschäftspartner über die Konditionen eines neuen Projekts. Du erinnerst Dich an den Grundtenor, aber nicht an die genaue Formulierung. Sentience könnte Dir genau sagen, was gesagt wurde, weil es das Gespräch aufgezeichnet und transkribiert hat.

Oder: Du hast einen Artikel gelesen, der perfekt zu einem Thema passt, an dem Du gerade arbeitest. Du weißt nur noch, dass er etwas mit "Dopamin" im Titel hatte und Du ihn vor etwa zwei Wochen gelesen hast. Sentience findet ihn, weil es gesehen hat, wie Du ihn auf Deinem Bildschirm geöffnet hattest.

Meine ehrliche Einschätzung

Sentience ist noch kein fertiges Produkt, und es ist nicht für jeden das Richtige. Wer bereits ein funktionierendes Wissensmanagementsystem hat, wird den Informationsabruf nicht als revolutionär empfinden. Der eigentliche Wert liegt woanders: in der passiven, mühelosen Erfassung des eigenen Alltags. Es hält fest, was Du den ganzen Tag tust. Kein anderes Tool, das ich kenne, tut das so präzise.

Für wen könnte Sentience interessant sein? Ich denke an Menschen, die viel lesen, viel recherchieren, viele Gespräche führen und am Ende des Monats nicht mehr wissen, wo eine bestimmte Erkenntnis herkam. Menschen, die nicht das Problem haben, zu wenig zu wissen, sondern die den Überblick über ihr eigenes Wissen verlieren. Dafür ist Sentience gebaut.

Wenn Dich das anspricht, kannst Du Sentience über meinen persönlichen Einladungs-Code ausprobieren. Besuche hierfür diese Website, klicke auf „get early access" und gib bei der Anmeldung meinen Einladungs-Code an: NBKF5XJE

Wichtig: Mit diesem Einladungs-Code überspringst Du die Warteliste, auf welche die Interessierten in der Regel für ein paar Wochen oder Monate gesetzt werden. Wenn Du den Einladungs-Code nicht verwendest, hast Du möglicherweise keinen sofortigen Zugang zu Sentience.

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