|
Andreas Hobi |
|
Neue Perspektiven für Menschen mit Zielen |
Diese Ausgabe im Browser lesen
In dieser Ausgabe:
- 🃏 Weshalb Du immer mit den Karten spielen solltest, die Du in der Hand hast
- 📖 Weshalb Biografien der Cheat-Code fürs Leben sind
- 💳 Was der Flughafen Chicago O’Hare mit der Erfindung der Kreditkarte zu tun hat
|
|
|
Mein Lesetipp der Woche
Der Unternehmer und Investor Garry Tan bringt es mit einem einzigen Satz auf den Punkt: „Spiele immer die Karten, die Du hast, nicht die, die Du gerne hättest.“
Denn wie oft verbringen wir unsere Zeit damit, innerlich mit Karten zu spielen, die wir gar nicht in der Hand haben? Wir wären produktiver, wenn wir weniger Termine hätten. Mutiger, wenn wir mehr Erfahrung hätten. Entspannter, wenn endlich alles aufgeräumt wäre im Kalender, im Kopf, im Leben. Also warten wir. Auf bessere Umstände. Auf mehr Klarheit. Auf den perfekten Moment. Auf die richtigen Karten.
Das Problem: Während wir warten, wird nicht gespielt. Und ein Spiel, das Du nicht spielst, kannst Du auch nicht gewinnen. Die aktuellen Karten mögen suboptimal sein. Vielleicht sogar unfair verteilt. Aber sie sind die einzigen, mit denen Du etwas bewegen kannst, denn Fortschritt entsteht nicht aus Wunschkarten, sondern aus dem, was jetzt gerade in der Hand liegt.
Interessant ist: Genau hier verheddern sich viele beim Thema Zeitmanagement. Nicht, weil sie zu wenig wissen, sondern weil sie innerlich gegen ihre Realität kämpfen. Gegen den vollen Kalender. Gegen begrenzte Energie. Gegen Umstände, die sich kurzfristig nicht ändern lassen. Wer aber ständig gegen die Hand spielt, die er hat, verliert doppelt: Zeit und Fokus.
Vielleicht ist die spannendere Frage also nicht: Was bräuchte ich, um endlich loszulegen? Sondern: Was wäre möglich, wenn ich aufhöre zu warten und anfange, mit genau dieser Hand bewusst zu spielen?
|
|
|
Mein Denkanstoß der Woche
Wenn Du regelmäßig Biografien liest, passiert etwas Interessantes: Das Leben fühlt sich plötzlich weniger zufällig an. Du stehst vor einer Situation, beruflich, privat oder innerlich, und hast dieses merkwürdige Gefühl: Moment mal … das kenne ich. Nicht, weil Du es selbst schon erlebt hast. Sondern weil Du darüber gelesen hast.
In Biografien tauchen dieselben Muster immer wieder auf: Zweifel, Umwege, falsche Entscheidungen, Sackgassen. Aber auch Durchbrüche, Klarheit, Mut zur Kurskorrektur. Menschen vor Dir standen exakt vor Problemen, mit denen Du vielleicht gerade erst konfrontiert wirst.
Und plötzlich weißt Du:
- Was damals funktioniert hat.
- Was ziemlich sicher nicht funktionieren wird.
Lesen ersetzt keine eigenen Erfahrungen. Aber es schärft Deinen Blick. Du erkennst Muster und manchmal fühlt es sich an, als würde Dir jemand, der diesen Weg schon gegangen ist, leise die Antwort ins Ohr flüstern.
Im Grunde sind Biografien ein Cheat-Code fürs Leben.
|
|
|
Mein Aha-Erlebnis der Woche
Du stehst am Flughafen; nicht heute, sondern vor gut 60 Jahren. Keine Apps, kein Online-Check-in, kein Apple Pay. Stattdessen lange Schlangen, Papiertickets und ein nervöser Blick auf die Uhr. Das war Ende der 1960er-Jahre Alltag, denn damals bezahlten Passagiere ihre Flugtickets oft erst direkt am Flughafen.
Jede Zahlung bedeutete manuelle Abläufe, Abklärungen, Wartezeit. Und während die Nachfrage nach Flugreisen rasant wuchs, blieben die Prozesse langsam. Zu langsam. Flughäfen wurden zu Engpässen, weil Menschen und Papier sich nicht schnell genug bewegten.
1970 passierte dann etwas, das uns heute banal vorkommt, aber damals radikal war. Am Flughafen O’Hare in Chicago starteten American Airlines, IBM und American Express ein Experiment. Die Idee: Eine Kreditkarte mit einem Magnetstreifen, auf dem Informationen maschinenlesbar gespeichert sind. Keine Durchschläge mehr, keine langen Prüfungen, sondern ein schneller elektronischer Abgleich.
Auf diese Weise entstand ein Standard, der weit über die Luftfahrt hinausging. Denn der Magnetstreifen blieb nicht am Flughafen. Das Prinzip, Informationen sicher auf einer Karte zu speichern und sie überall schnell auszulesen, wanderte in den Einzelhandel, in Hotels, an Bankautomaten. Jedes Mal, wenn Du heute eine Karte durchziehst oder kontaktlos bezahlst, steckt in dieser Bewegung ein Stück dieser Geschichte. Selbst Chip und NFC bauen letztlich auf derselben Idee auf: Reibung aus dem Alltag zu entfernen.
Dieses Beispiel zeigt: Wirtschaftlicher Fortschritt entsteht oft dort, wo Komplexität zu groß wird und jemand den Mut hat, sie radikal zu vereinfachen.
Vielleicht ist das auch eine gute Erinnerung für Deinen eigenen Alltag. Wenn etwas ständig stockt, Dich Zeit kostet oder Energie frisst, liegt die Lösung selten im Optimieren des Alten. Manchmal braucht es einen komplett neuen Ansatz. So wie damals am Flughafen in Chicago.
|
|
|
Deine Zeit ist wertvoll, und ich bin Dir dankbar, dass Du mir einen Teil davon schenkst und meinen Newsletter abonniert hast.
Willst Du mit mir in Kontakt treten? Hast Du Feedback oder Inputs zu den Themen in dieser Nachricht? Dann antworte einfach auf diese E-Mail. Ich freue mich über jede Nachricht!
Gefällt Dir dieser Newsletter? Dann erzähle bitte Deinen Freunden und Bekannten davon. Zum Beispiel, indem Du diese E-Mail direkt an drei Personen weiterleitest, die interessiert sein könnten. Vielen herzlichen Dank dafür!
|
|
|
Vom Newsletter abmelden
Du kannst Dich mit einem Klick von diesem Newsletter abmelden, indem Du auf den für Dich passenden Grund klickst:
|
|
|