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Andreas Hobi |
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Neue Perspektiven für Menschen mit Zielen |
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In dieser Ausgabe:
- ✨ Weshalb Du die Projekte umsetzen solltest, an die Du glaubst
- 👀 Weshalb Du Dich nicht an anderen orientieren solltest
- 🕰️ Wie die Erfindung der Uhren die Welt veränderte
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Mein Lesetipp der Woche
Diese Woche brachte mich dieser Instagram-Post von Tobias Sammet, einem Musiker, dessen Projekt Avantasia ich selbst immer wieder gerne höre, zum Nachdenken.
Avantasia ist ein Projekt, das klein begonnen hat. Musik, über die andere damals gelächelt haben. Ein Stil, der „zu viel“ war, „zu speziell“, „nicht markttauglich“. Und trotzdem hat Tobias Sammet es weiterverfolgt, wie er in seinem Instagram-Post schreibt. Nicht, weil es eine sichere Wette war. Sondern weil es sich für ihn richtig anfühlte, weil es das war, was er tun wollte.
Besonders hängen geblieben bin ich an einem Gedanken: Wenn Du an etwas glaubst, worüber andere lachen, mach trotzdem Dein Ding. Du kannst den Markt ohnehin nicht vorhersagen. Und auch wenn es scheitert, fühlt es sich nicht wie Scheitern an, wenn es etwas war, das Dir am Herzen lag.
Das ist unbequem. Denn es widerspricht der Idee, immer erst abzuwarten, zu optimieren, abzusichern. Es widerspricht dem Reflex, nur das zu tun, was bereits funktioniert. Und es erinnert daran, dass fast alles, was später selbstverständlich wirkt, einmal seltsam oder fehl am Platz war.
Was heute wie ein Erfolg mit klarer Linie aussieht, ist rückblickend oft eine Aneinanderreihung von Schritten, die für sich genommen alles andere als logisch waren. Ohne diese ersten, unsicheren Versuche gäbe es die späteren Höhepunkte nicht. Nicht in der Musik. Nicht im Beruf. Nicht im Leben.
Vielleicht ist das der Punkt: Realisiere, dass das, was Du heute kannst, denkst und wagst, irgendwo seinen Anfang hatte. Oft in einer Phase, in der niemand geklatscht hat.
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Mein Denkanstoß der Woche
Es gibt immer jemanden, dem es besser geht als Dir:
- Sein Fortschritt ist schneller.
- Sein Business wächst scheinbar mühelos.
- Seine Karriere kommt voran, während Deine sich festgefahren anfühlt.
- Im Fitnessstudio legt er Gewicht drauf, während Du noch mit denselben Gewichten kämpfst.
In fast jedem Lebensbereich gibt es immer jemanden, dessen Leben ein wenig mehr zu schimmern scheint als das eigene.
Und Du nimmst das wahr. Manchmal bewusst, manchmal leise im Hintergrund: Ein kurzer Blick auf LinkedIn. Ein Foto auf Instagram. Ein beiläufiger Kommentar eines Freundes. Und plötzlich fühlt sich der eigene Weg langsamer, kleiner, irgendwie weniger beeindruckend an.
Doch Vergleichen ist eine schlechte Investition. Es frisst Aufmerksamkeit, Fokus und emotionale Energie, und gibt nichts Sinnvolles zurück. Es macht Dich nicht besser. Es bringt Dich nicht voran. Es lenkt Dich nur von dem einen Leben ab, für das Du tatsächlich Verantwortung trägst.
Du bist nicht dafür gedacht, in der Geschichte eines anderen zu leben. Du bist nicht dafür gedacht, das Rennen eines anderen zu gewinnen.
Du hast Deine eigene Arbeit zu tun. Deine eigenen Rahmenbedingungen. Dein eigenes Tempo. Deine eigene Mischung aus Stärken, Schwächen, Verpflichtungen und Möglichkeiten.
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Mein Aha-Erlebnis der Woche
Andrew Leigh beschreibt in „Die kürzeste Geschichte der Wirtschaft“, wie präzisere Uhren nicht einfach nur ein technischer Fortschritt waren, sondern ein gesellschaftlicher Umbruch. Erst, als Pendel und Minutenzeiger die Zeit messbar machten, wurde Zeit auch planbar. Fabriken konnten Schichtpläne erstellen. Züge konnten nach Fahrplänen fahren. Schulen begannen pünktlich.
Arbeit, Lernen, Reisen: Alles bekam einen festen Takt. Zeit wurde von etwas Erlebtem zu etwas Erwartetem, zu etwas, das man einhalten musste.
Yuval Noah Harari ergänzt diese Perspektive: In SAPIENS beschreibt er, dass es bis ins 19. Jahrhundert normal war, dass jede Stadt ihre eigene Zeit hatte. Die Sonne bestimmte den Rhythmus. Erst mit der Eisenbahn wurde das zum Problem. Fahrpläne vertrugen keine lokalen Eigenheiten. Also einigte man sich auf eine künstliche Zeit. Seitdem leben wir nicht mehr nach der Sonne, sondern nach der Uhr.
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