Mein Denkanstoß der Woche
Die Besten, egal ob im Beruf, im Sport oder im Denken, haben fast immer eines gemeinsam: Sie bleiben Schüler.
Sie lesen wie verrückt. Nicht alles, aber viel. Sie sammeln Perspektiven, statt nur Bestätigungen. Und sie lesen nicht, um schlau zu wirken, sondern um Zusammenhänge zu verstehen.
Sie denken allein. Wirklich allein. Ohne Podcast im Ohr, ohne Input von außen. Weil gute Gedanken Platz brauchen. Und Stille. Viele Ideen sterben nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil sie nie die Chance bekommen, in Ruhe zu wachsen.
Sie führen ein Journal und schreiben Dinge sofort auf. Weil Gedanken flüchtig sind. Und weil das Gehirn kein verlässlicher Speicher ist, sondern eher ein Durchgangsbahnhof.
Sie reviewen regelmäßig. Alte Notizen. Alte Ideen. Alte Gedanken. Nicht aus Nostalgie, sondern um Muster zu erkennen. Fortschritt ist oft erst rückblickend sichtbar.
Sie verinnerlichen die großen Ideen, bis sie flüssig werden. Nicht auswendig lernen im Schulsinn, sondern so lange damit arbeiten, bis sie Teil des eigenen Denkens sind. Bis man sie anwenden kann, ohne darüber nachzudenken.
Und dann etwas, das viele vergessen: Sie attackieren ihre besten Ideen. Sie stellen sie infrage. Sie prüfen sie. Sie versuchen, sie zu widerlegen. Nicht, um sie zu zerstören, sondern um sie stabiler zu machen.
All das hat wenig mit Talent zu tun. Und erstaunlich wenig mit Intelligenz. Aber viel mit Absicht.
Du musst nicht besonders begabt sein.
Du musst nicht der Schnellste sein.
Du musst nur bewusst handeln, jeden Tag ein kleines Stück.