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Zwischen den Zeilen #224: Was die Erfolgreichsten gemeinsam haben

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Zwischen den Zeilen

Vieles von dem, worüber ich schreibe, findet „zwischen den Zeilen" statt; nicht nur in den offensichtlichen Aussagen, sondern im Nachdenken, Reflektieren und Weiterdenken. In Zitaten, die hängen bleiben. In Gesprächen, die nachklingen. In Gedanken, die auftauchen und im Kopf bleiben.Auch der Slogan bringt das auf den Punkt: „Neue Perspektiven für Menschen mit Zielen.“ Denn darum geht’s mir Woche für Woche: Impulse geben. Denkanstöße liefern. Mut machen, anders zu denken und neue Wege zu gehen.

Andreas Hobi

Neue Perspektiven
für Menschen mit Zielen


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In dieser Ausgabe:

  • 📝 Weshalb Text immer noch überlegen ist gegenüber Video und Audio
  • 🏅 Was die Erfolgreichsten gemeinsam haben
  • 📋 Weshalb Deine Tagesplanung das A und O ist

Mein Lesetipp der Woche

Es gibt Trends, die kommen und gehen. Und es gibt Dinge, die bleiben. Text gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

Jemand, der unter dem Pseudonym graiydon2 schreibt, bringt es in einem seiner Blogposts auf den Punkt: Text ist die gesellschaftlich nützlichste Kommunikationstechnologie, die wir haben. Text funktioniert zwischen zwei Menschen genauso wie zwischen Tausenden. Er lässt sich durchsuchen, übersetzen, zitieren, kommentieren, zusammenfassen und weiterdenken. Asynchron. In Deinem Tempo. In meinem Tempo. Still oder öffentlich.

Kurz gesagt: Text skaliert Denken.

Und deshalb glaube ich nicht, dass die Kommunikation und Publikation via Text so bald abreißen, auch wenn uns Sprachnachrichten, Videos und Live-Formate etwas anderes suggerieren wollen.

Eine Sprachnachricht kostet Dich als Empfänger oft viel Aufmerksamkeit am Stück. Ein Text dagegen lässt sich in Sekunden erfassen. Überfliegen. Einordnen. Später weiterlesen. Oder ignorieren, ohne schlechtes Gewissen. Effizienter geht Kommunikation kaum.

Aber es gibt noch einen wichtigeren Punkt: Wer schreibt, muss zuerst denken. Bevor die Finger die Tastatur berühren, entsteht ein innerer Ordnungsprozess:

Was will ich eigentlich sagen?
Was ist der Kern?
Was lasse ich weg?

Gesprochenes Denken darf mäandern. Geschriebenes Denken wird gezwungen, sich zu strukturieren. Und darin liegt seine Stärke.

Vielleicht ist Text deshalb so mächtig: Er ist nicht nur ein Transportmittel für Gedanken, er ist ein Werkzeug, um Gedanken überhaupt erst zu formen.

Mein Denkanstoß der Woche

Die Besten, egal ob im Beruf, im Sport oder im Denken, haben fast immer eines gemeinsam: Sie bleiben Schüler.

Sie lesen wie verrückt. Nicht alles, aber viel. Sie sammeln Perspektiven, statt nur Bestätigungen. Und sie lesen nicht, um schlau zu wirken, sondern um Zusammenhänge zu verstehen.

Sie denken allein. Wirklich allein. Ohne Podcast im Ohr, ohne Input von außen. Weil gute Gedanken Platz brauchen. Und Stille. Viele Ideen sterben nicht, weil sie schlecht sind, sondern weil sie nie die Chance bekommen, in Ruhe zu wachsen.

Sie führen ein Journal und schreiben Dinge sofort auf. Weil Gedanken flüchtig sind. Und weil das Gehirn kein verlässlicher Speicher ist, sondern eher ein Durchgangsbahnhof.

Sie reviewen regelmäßig. Alte Notizen. Alte Ideen. Alte Gedanken. Nicht aus Nostalgie, sondern um Muster zu erkennen. Fortschritt ist oft erst rückblickend sichtbar.

Sie verinnerlichen die großen Ideen, bis sie flüssig werden. Nicht auswendig lernen im Schulsinn, sondern so lange damit arbeiten, bis sie Teil des eigenen Denkens sind. Bis man sie anwenden kann, ohne darüber nachzudenken.

Und dann etwas, das viele vergessen: Sie attackieren ihre besten Ideen. Sie stellen sie infrage. Sie prüfen sie. Sie versuchen, sie zu widerlegen. Nicht, um sie zu zerstören, sondern um sie stabiler zu machen.

All das hat wenig mit Talent zu tun. Und erstaunlich wenig mit Intelligenz. Aber viel mit Absicht.

Du musst nicht besonders begabt sein.
Du musst nicht der Schnellste sein.
Du musst nur bewusst handeln, jeden Tag ein kleines Stück.

Mein Aha-Erlebnis der Woche

Vielleicht kennst Du dieses Gefühl: Am Abend hast Du viel gemacht, aber wenig von dem, was Dir eigentlich wichtig war.

Drei unterschiedliche Autoren, drei unterschiedliche Quellen und doch dieselbe Botschaft:

Kevin Kruse schreibt, dass 14 Minuten Planung ausreichen, um pro Tag fast eine Stunde Produktivität zurückzugewinnen. Brian Tracy geht sogar noch weiter: Jede Minute Planung kann Dir bis zu zehn Minuten Chaos ersparen. Und Lillywhite bringt es auf den Punkt: Wenn Du Deine Zeit nicht kontrollierst, dann kontrolliert sie Dich.

Was mich daran fasziniert: Alle reden von Planung, aber keiner meint damit stundenlanges Listenbasteln. Es geht nicht um Perfektion. Es geht um Richtung.

Ein paar Minuten innehalten. Kurz überlegen: Was zählt morgen wirklich? Und dann den Tag bewusst starten, statt ihn einfach passieren zu lassen.

Das Paradoxe daran: Planung fühlt sich für viele nach Einschränkung an. In Wahrheit ist sie oft das Gegenteil. Sie schafft Freiheit im Kopf, Klarheit im Handeln und am Ende mehr Ruhe, selbst an stressigen Tagen.

Vielleicht ist es genau dieser kleine Hebel: Nicht alles im Griff haben wollen. Aber das Wichtige bewusst festlegen, bevor es untergeht.


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Zwischen den Zeilen

Vieles von dem, worüber ich schreibe, findet „zwischen den Zeilen" statt; nicht nur in den offensichtlichen Aussagen, sondern im Nachdenken, Reflektieren und Weiterdenken. In Zitaten, die hängen bleiben. In Gesprächen, die nachklingen. In Gedanken, die auftauchen und im Kopf bleiben.Auch der Slogan bringt das auf den Punkt: „Neue Perspektiven für Menschen mit Zielen.“ Denn darum geht’s mir Woche für Woche: Impulse geben. Denkanstöße liefern. Mut machen, anders zu denken und neue Wege zu gehen.