In meinem WEEKLY UPDATE findest Du jeden Sonntag um 17:00 Uhr wertvolle Tipps und Informationen aus dem Bereich des Zeit- und Selbstmanagement. gelesenEs ist schon seltsam, wie wir manche junge Menschen aufs Leben vorbereiten. Wir polstern ihre Umgebung mit „sicheren Räumen“ und geben Triggerwarnungen, in der gut gemeinten Absicht, niemanden zu verletzen. Aber wie Gref Lukianoff und Jonathan Haidt fragen: „Was tun wir unseren Jugendlichen an, wenn wir sie unterstützen, eine besonders dünne Haut zu entwickeln – ausgerechnet in den Jahren, in denen sie wachsen, reifen und lernen sollen, mit der Welt klarzukommen?“ Das Leben ist kein Schonwaschgang. Es konfrontiert Dich, manchmal sanft, manchmal grob. Es fragt nicht nach Triggerwarnungen. Und es ist selten darum bemüht, Deine Gefühle zu schonen. Wer darauf vorbereitet sein will, muss lernen, mit unangenehmen Dingen umzugehen; nicht ihnen aus dem Weg zu gehen. Jonathan Haidt schreibt über die Generation Z, also jene, die nach 1996 geboren wurden. Worte werden von der Generation Z als Angriffe empfunden, Diskussionen als Bedrohung. Das liegt nicht nur an Social Media, aber es verstärkt den Effekt: Wenn man ständig in digitalen Echokammern unterwegs ist, in denen Widerspruch mit einem Klick geblockt werden kann, verliert man schnell die Fähigkeit zur echten Auseinandersetzung. Man wird überempfindlich. Aber was wäre, wenn wir nicht vor allem beschützen müssten? Was, wenn wir stattdessen wieder mehr zumuten dürften; mit Empathie, ja, aber auch mit der Einladung zur Selbstreflexion? Denn wie Haidt und Lukianoff nahelegen, entsteht psychische Stärke nicht durch Vermeidung, sondern durch Reibung. Durch Auseinandersetzung. Durch die Fähigkeit, eine unbequeme Idee auszuhalten, ohne sich gleich existenziell bedroht zu fühlen. Denn Worte sind keine Gewalt. Sie können Türen öffnen. Oder zum Denken anregen. Oder auch mal unangenehm sein, ohne dass die Welt gleich untergeht. gedachtDu gehst mit Deinen Kindern essen. Die Rechnung am Ende des Abends: 100 €. Kein Grund zur Panik, oder? Es war ein schöner Abend, gutes Essen, ein paar Lacher, und das war es wert. Jetzt stell Dir vor, Du wirst auf dem Heimweg geblitzt. Auch 100 €. Aber dieses Mal fühlt es sich anders an: ärgerlich, vermeidbar, dumm gelaufen. Der Unterschied? Der eine Betrag war eine Gebühr, der Preis für etwas, das Dir Freude bereitet hat. Der andere war ein Bußgeld; die Folge eines Fehlers. Diese Unterscheidung vergessen wir oft, wenn es um Investitionen an der Börse geht. Schwankt der Markt, zuckt unser Nervensystem zusammen. Ein Kursrückgang fühlt sich an wie ein Strafzettel: „Ich hab’ was falsch gemacht!“ Doch das stimmt so in den meisten Fällen nicht. Volatilität ist keine Strafe. Sie ist der Eintrittspreis. Volatilität ist die Schwankungsbreite von Kursen, also wie stark ein Preis innerhalb kurzer Zeit steigen oder fallen kann. Und ja, das fühlt sich oft verunsichernd an. Aber Unsicherheit ist nicht gleich Risiko – vor allem nicht auf lange Sicht. Wer langfristig investiert, kann sich entspannt zurücklehnen. Denn auch wenn es kurzfristig rauf und runter geht, glättet sich vieles über die Jahre. Ein klares Beispiel dafür ist der S&P 500, ein Aktienindex, der die 500 größten börsennotierten Unternehmen der USA abbildet und oft als Maßstab für die Entwicklung des US-Marktes gilt. In den vergangenen 75 Jahren ist der S&P 500 jedes einzelne Jahr im Laufe des Jahres um mindestens 10 % gegenüber seinem damaligen Höchststand gefallen. Und nahezu jedes einzelne Mal hat er sich noch im selben Jahr wieder erholt und am Ende ein höheres Niveau erreicht. Volatilität gehört nicht nur dazu, sie ist der Grund, warum es überhaupt lohnenswerte Renditen gibt. Wer sie aushalten kann, wird belohnt. Aber was machen wir? Wir schauen jeden Abend die Nachrichten, hören, ob „die Börse im Minus“ war; als wäre das so relevant wie der Wetterbericht für das nächste Jahr. Dabei wäre es viel sinnvoller, langfristig zu denken. Nicht in Tagen, sondern in Jahrzehnten. Denn wer Aktien besitzt, ist kein Casino-Spieler. Sondern Miteigentümer. Wenn Du ein gutes Unternehmen mitbesitzt, spielt es keine Rolle, ob andere gerade bereit sind, Dir viel oder wenig dafür zu zahlen. Du bist nicht auf einem Basar. Du bist Eigentümer. Und wenn andere in Panik verkaufen, umso besser: Dann kannst Du eventuell mehr von diesem Unternehmen kaufen, günstiger. Der Markt bewertet täglich neu, aber nicht immer sinnvoll. Was zählt, ist nicht, was heute auf dem Preisschild steht. Sondern was drinnen steckt. Also: Wenn's mal wieder wackelt an der Börse: sieh es als das, was es ist. Nicht als eine Strafe. Sondern als die Gebühr dafür, langfristig Vermögen aufzubauen. Und das ist ein Preis, den man gerne zahlt. gelerntDu gehst in ein Bekleidungsgeschäft und brauchst nur eine Hose. Aber plötzlich stehst Du da, umgeben von „Trendfarben“, „Must-haves“ und Schaufensterpuppen, die aussehen wie aus einem Paralleluniversum. Du bist nicht mehr sicher, was Du suchst, aber Du merkst, was „man“ wohl haben sollte. Jahr für Jahr kaufen wir Kleidung, die wir vor einem Jahr noch schrecklich fanden, und werfen Dinge weg, die in Ordnung sind und die uns bis vor ein paar Wochen noch gefielen. Warum? Weil sie „nicht mehr in“ sind. Weil „man das jetzt so trägt“. Weil wir dazugehören wollen. Absurd. Blake Masters hat in seinen Notizen zu Peter Thiels Startup-Vorlesungen etwas geschrieben, das sich in meinem Kopf festgehakt hat: Es ist kaum zu überschätzen, wie unsicher die Menschen sind und wie sehr sie nicht wissen, was sie eigentlich wollen. Und weiter: Menschen mit schlecht ausgebildeten Nachfragefunktionen kopieren einfach, was sie glauben, dass alle anderen wollen. Wer weiß schon immer, was er oder sie wirklich will? Oft verwechseln wir Wunsch mit Echo. Wir halten für unser eigenes Begehren, was uns in Wirklichkeit von außen suggeriert wird. Der Wunsch nach dem neuen Smartphone. Nach der hippen Jeansmarke. Nach einem bestimmten Lebensstil. Nach Anerkennung. Henry David Thoreau, der alte Wald-Eremit mit der scharfen Zunge, hat das schon im 19. Jahrhundert erkannt: Was die Kleidung betrifft, so lassen wir uns […] häufiger durch die Modesucht und durch die Kritik unserer Mitmenschen als durch wirkliche praktische Gesichtspunkte leiten. Thoreau wollte raus aus dem Lärm, zurück zur Klarheit. Seine Kleidung sollte ihn wärmen und bedecken; das reichte ihm. Alles andere war für ihn Fassade, Ablenkung, Zirkus. Und vielleicht ist das der gemeinsame Nenner beider Zitate: Wir sind oft damit beschäftigt, zu wirken, statt zu sein. Wir reagieren auf Erwartungen, statt auf unsere Bedürfnisse. Aber wie kommt man da raus? Vielleicht reicht es schon, es zu merken. Sich gelegentlich zu fragen: Will ich das wirklich; oder will ich nur dazugehören? geschriebenWie Du trotz des aktuellen Weltgeschehens mental gesund und produktiv bleibstDas aktuelle Weltgeschehen bietet mehrfach Grund zur Besorgnis. Doch damit tust Du Dir keinen Gefallen. Wie stellst Du also sicher, dass Du trotz der vielen negativen Schlagzeilen mental gesund und produktiv bleibst? Eine mögliche Antwort auf diese Frage bietet dieser Artikel. |
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In meinem WEEKLY UPDATE findest Du jeden Sonntag um 17:00 Uhr wertvolle Tipps und Informationen aus dem Bereich des Zeit- und Selbstmanagement. gelesen Kennst Du das? Dein Gehalt steigt, vielleicht bekommst Du eine Bonuszahlung oder ein paar unerwartete Einnahmen – und plötzlich scheint das Geld genauso schnell wieder zu verschwinden, wie es gekommen ist. Neue Schuhe, ein besseres Auto, ein schickerer Kaffee am Morgen. Alles fühlt sich notwendig an. Warst Du vorher etwa unterversorgt? Der...
In meinem WEEKLY UPDATE findest Du jeden Sonntag um 17:00 Uhr wertvolle Tipps und Informationen aus dem Bereich des Zeit- und Selbstmanagement. gelesen Kennst Du das Gefühl, den ganzen Tag beschäftigt zu sein, aber am Ende nicht wirklich etwas geschafft zu haben? Du hast E-Mails beantwortet, an einem Projekt gearbeitet, abends ein wenig in einem Buch gelesen; alles in einem Zustand, der weder voll fokussiert noch voll entspannt war. Willkommen im „anxious middle“, wie es der Social...
In meinem WEEKLY UPDATE findest Du jeden Sonntag um 17:00 Uhr wertvolle Tipps und Informationen aus dem Bereich des Zeit- und Selbstmanagement. gelesen Wann hast Du Dich das letzte Mal getraut, richtig lächerlich in etwas auszusehen? Also so richtig, ohne Rücksicht auf Peinlichkeit oder Stolz? Kobe Bryant, einer der größten Basketballspieler aller Zeiten, sagte einmal: „Wenn ich etwas Neues in mein Spiel einbauen wollte, versuchte ich sofort, es zu integrieren. Ich hatte keine Angst, schlecht...