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Zwischen den Zeilen #244: Weshalb Networking massiv überschätzt wird

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Zwischen den Zeilen

Künstliche Intelligenz wird Deinen Alltag verändern. Die Frage ist nur, ob Du davon profitierst oder zuschaust, während andere längst weiter sind. Die meisten nutzen KI wie ein besseres Google und bleiben damit weit unter ihren Möglichkeiten, während gleichzeitig Zeitmanagement oft noch so gedacht wird wie vor 20 Jahren. Genau hier setzt mein Newsletter an: Ich zeige Dir, wie Du KI konkret nutzt, um klarer zu arbeiten, bessere Entscheidungen zu treffen und Dir im Alltag einen Vorsprung zu verschaffen, den die meisten noch nicht einmal erkennen. Einfach, direkt anwendbar und ohne technisches Vorwissen. Wenn Du das nicht nur beobachten, sondern für Dich nutzen willst, melde Dich hier an.

Andreas Hobi

Neue Perspektiven
für Menschen mit Zielen


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In dieser Ausgabe:

  • 🌐 Weshalb Networking massiv überschätzt wird
  • ⚙️ Weshalb viele Tools nur das Chaos besser verwalten

Mein Lesetipp der Woche

Die meisten Menschen überschätzen Networking massiv. Viele Beziehungen, die durch Networking entstehen, basieren meiner Meinung nach auf etwas, das erstaunlich dünn geworden ist: Man kennt sich irgendwie. Man hat sich mal gesehen. Man folgt sich auf LinkedIn. Vielleicht war man auf derselben Veranstaltung.

Joan Westenberg bringt es treffend auf den Punkt: „Ein Essay ist mehr wert als tausend Händedrücke.“

Sie sagt sinngemäß: In Gesprächen kann man sich lange mit Charisma, Schlagfertigkeit und Selbstbewusstsein durchmogeln. Viele wirken klug, solange niemand ihre Gedanken genauer prüft. Deshalb fühlen sich manche Meetings produktiv an, obwohl am Ende nichts entstanden ist außer viel Gerede.

Schreiben funktioniert anders. Ein Text verzeiht keine Unklarheit, keine Andeutungen und keine Gedanken, die nur deshalb überzeugend klingen, weil sie selbstbewusst ausgesprochen wurden.

Westenberg sagt, dass Schreiben sie zwingt, sich Zeile für Zeile mit den eigenen Gedanken auseinanderzusetzen. Und darin liegt wahrscheinlich die eigentliche Stärke des Schreibens: nicht in der Reichweite, sondern in dieser schonungslosen Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken.

Wer regelmäßig schreibt, merkt schnell, wie unfertig viele eigene Gedanken anfangs noch sind, wie weich und unscharf. Und deshalb vermeiden viele Menschen das Schreiben.

Stattdessen optimieren sie Präsentationen, besuchen Veranstaltungen, springen von Call zu Call und reagieren pausenlos auf Nachrichten. Man bleibt ständig beschäftigt, ständig in Bewegung. Denn Bewegung fühlt sich nach Fortschritt an. Schreiben dagegen erzeugt oft zuerst einmal Reibung mit den eigenen Gedanken.

Das Interessante ist aber: Gute Texte arbeiten weiter, während man selbst längst etwas anderes macht. Westenberg beschreibt das sehr schön: Worte bewegen sich an Orte, an denen man selbst nie anwesend ist. Sie argumentieren, provozieren und überzeugen, obwohl der Autor gar nicht im Raum ist.

Ein Gespräch verschwindet meistens mit dem Abend. Ein guter Text kann Jahre später noch Wirkung entfalten.

Mein Denkanstoß der Woche

Viele Menschen testen ständig neue Apps, wechseln von einem Tool zum nächsten, probieren Methoden aus, optimieren Routinen, bauen immer ausgefeiltere Systeme zur Priorisierung auf und haben dabei das Gefühl, produktiver zu werden.

Oft passiert aber etwas anderes: Das Chaos wird nicht beseitigt, sondern nur schöner sortiert.

Denn es ist deutlich angenehmer, eine neue Methode auszuprobieren, als sich ehrlich einzugestehen, dass man seit Monaten Dinge mit sich herumschleppt, die längst gestrichen, delegiert oder beendet werden sollten. Sich neu zu organisieren, fühlt sich nach Fortschritt an. In Wirklichkeit ist es oft nur eine elegantere Form der Vermeidung.

Deshalb üben neue Tools solch eine starke Anziehungskraft aus. Nicht unbedingt, weil sie das Leben nachhaltig verändern. Sondern weil sie kurzfristig das Gefühl geben, wieder Kontrolle zu haben. Für einen Moment scheint alles lösbar. Diesmal wird das System funktionieren. Diesmal bringt die App wirklich Übersicht. Diesmal entsteht endlich Ordnung.

Bis man merkt, dass dieselben Probleme einfach in einer schöneren Oberfläche weiterleben.

KI verstärkt dieses Muster teilweise sogar noch. Denn KI ist heute erstaunlich gut darin, Chaos effizienter zu organisieren. Sie strukturiert Aufgaben, fasst Notizen zusammen, sortiert Prioritäten, formuliert E-Mails und beschleunigt Prozesse. Darin liegt aber auch eine Gefahr.

Wenn Du nicht aufpasst, nutzt Du KI irgendwann nicht mehr, um Klarheit zu schaffen, sondern um Unklarheit länger aufrechterhalten zu können. Dann wird KI zum Assistenten für ein Leben, das eigentlich vereinfacht werden müsste.


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