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Zwischen den Zeilen #240: Weshalb wir im Job kaum Risiken eingehen wollen

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Zwischen den Zeilen

Künstliche Intelligenz wird Deinen Alltag verändern. Die Frage ist nur, ob Du davon profitierst oder zuschaust, während andere längst weiter sind. Die meisten nutzen KI wie ein besseres Google und bleiben damit weit unter ihren Möglichkeiten, während gleichzeitig Zeitmanagement oft noch so gedacht wird wie vor 20 Jahren. Genau hier setzt mein Newsletter an: Ich zeige Dir, wie Du KI konkret nutzt, um klarer zu arbeiten, bessere Entscheidungen zu treffen und Dir im Alltag einen Vorsprung zu verschaffen, den die meisten noch nicht einmal erkennen. Einfach, direkt anwendbar und ohne technisches Vorwissen. Wenn Du das nicht nur beobachten, sondern für Dich nutzen willst, melde Dich hier an.

Andreas Hobi

Neue Perspektiven
für Menschen mit Zielen


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In dieser Ausgabe:

  • 💼 Weshalb wir im Job kaum Risiken eingehen wollen
  • 📝 Weshalb ein zu einfaches Leben uns überfordern kann

Mein Lesetipp der Woche

Du sitzt in einem Meeting, hast eine super Idee, und behältst sie für Dich. Nicht, weil die Idee schlecht wäre, sondern weil Du Dich vor den Folgen des Scheiterns dieser Idee fürchtest. Wenn man sich anschaut, wie die meisten Arbeitsumfelder funktionieren, ist das kein ungewöhnliches Verhalten.

Paul Skallas zeigt: Der Verlust des Jobs durch Ideen, die scheitern, kann schwerwiegende Konsequenzen haben; gleichzeitig sind die Belohnungen für gute Ideen oft begrenzt. Das Risiko ist hoch, der mögliche Gewinn eher klein. In solchen Strukturen passen Menschen ihr Verhalten an. Sie halten sich zurück, vermeiden Reibung und entscheiden eher konventionell. Nicht, weil ihnen bessere Ideen fehlen, sondern weil Abweichung potenziell gefährlich ist.

Daraus ergibt sich ein strukturelles Problem: Große Organisationen verlieren an Innovationskraft. Nicht, weil es an klugen Köpfen mangelt, sondern weil die Rahmenbedingungen Originalität unattraktiv machen. Wer sich an die gängige Meinung hält und scheitert, kann das begründen. Wer einen unkonventionellen Weg wählt und scheitert, steht schnell allein da.

Das beschreibt im Kern das, was man „defensive Entscheidungsfindung“ nennen kann. Du entscheidest nicht mehr in erster Linie danach, was richtig ist. Sondern danach, was sich im Zweifel am besten erklären lässt. Was am wenigsten angreifbar ist. Was Dich absichert.

Und genau hier verschiebt sich etwas Entscheidendes: Sobald „Ich darf damit nicht scheitern“ wichtiger wird als „Ist das die beste Entscheidung?“, entsteht ein System, das sich selbst begrenzt. Entscheidungen werden vorsichtiger, Diskussionen glatter. Es entsteht eine Form von Sicherheit, allerdings zu einem hohen Preis: Stillstand.

Das Schwierige daran ist: Dieses Verhalten fühlt sich nicht falsch an. Im Gegenteil, es ist rational.

Wenn Risiken ungleich verteilt sind (hoher Schaden bei Fehlern, aber nur begrenzter Nutzen bei Erfolg), dann ist Vorsicht keine Schwäche, sondern eine nachvollziehbare Strategie. Du schützt Dich, indem Du Dich anpasst. Deshalb greifen Appelle wie „Sei mutiger“ oder „Sprich es einfach an“ oft zu kurz. Sie übersehen, dass Menschen nicht gegen ein System handeln, sondern sich innerhalb dieses Systems bewegen.

Mein Denkanstoß der Woche

Du sitzt abends vor dem Bildschirm und eigentlich ist alles erledigt. Trotzdem bist Du erschöpft. Nicht körperlich, eher so ein leerer Kopf, schwer zu greifen.

Objektiv betrachtet leben wir in einer der bequemsten Zeiten überhaupt. Die meisten arbeiten nicht mehr auf Feldern oder in Fabriken, sondern in Büros, vor Bildschirmen, mit Tools, die vieles vereinfachen. Doch diese Leichtigkeit scheint uns zunehmend zu überfordern.

Statt das klar zu benennen, greifen wir zu naheliegenden Erklärungen: Handys, Social Media, Algorithmen. Alles valide Punkte. Sie ziehen Aufmerksamkeit auf sich, zerhacken den Tag, verursachen permanente Reize. Aber sie sind nicht der Kern des Problems. Sie verstärken nur etwas, das bereits da ist.

Die eigentliche Frage lautet: Was passiert mit Dir, wenn das Leben zu wenig Widerstand bietet?

Früher war Anstrengung selbstverständlich. Heute musst Du sie bewusst wählen. Und das tun die wenigsten. Das zeigt sich nicht nur bei großen Entscheidungen, sondern im normalen Alltag. Dinge, die objektiv einfacher sind als früher, fühlen sich für viele schwerer an als das, womit frühere Generationen zu tun hatten. Nicht, weil sie komplexer geworden wären. Sondern weil wir verlernt haben, mit Schwierigkeiten und Hürden umzugehen.


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Künstliche Intelligenz wird Deinen Alltag verändern. Die Frage ist nur, ob Du davon profitierst oder zuschaust, während andere längst weiter sind. Die meisten nutzen KI wie ein besseres Google und bleiben damit weit unter ihren Möglichkeiten, während gleichzeitig Zeitmanagement oft noch so gedacht wird wie vor 20 Jahren. Genau hier setzt mein Newsletter an: Ich zeige Dir, wie Du KI konkret nutzt, um klarer zu arbeiten, bessere Entscheidungen zu treffen und Dir im Alltag einen Vorsprung zu verschaffen, den die meisten noch nicht einmal erkennen. Einfach, direkt anwendbar und ohne technisches Vorwissen. Wenn Du das nicht nur beobachten, sondern für Dich nutzen willst, melde Dich hier an.